Chronik


Ein genaues Gründungsdatum des Vereins ist nicht bekannt. Aus vorliegenden Unterlagen geht hervor, daß im Jahr 1926 vom damaligen Kriegerverein (aus dem 1. Weltkrieg heimgekehrte Soldaten) die Angliederung eines Schützenvereins beschlossen wurde. Wohl im gleichen Jahr wurde jedoch dieser Schützenverein wieder vom Kriegerverein getrennt und als selbständiger Verein unter dem ersten Vorstand Wilhelm Trunkenbolz weitergeführt.
 
Doch zunächst mußte ein geeignetes Gelände für einen Schießstand gefunden werden. Dieses wurde dann auch im Holzerloch (am Weg vom Rathaus zur Ruine Keppenbach) wie in Aufzeichnungen zu lesen ist „unter größter Aufopferung von Zeit, Geld und Gespanndiensten“ eingeebnet und dort eine Schießanlage erstellt. Beim Bau des Schützenhauses, das am 6. April 1929 eingeweiht wurde, hatte sich besonders Ernst Böcherer verdient gemacht. Die Eröffnung, bei der die Nachbarvereine Emmendingen und Allmendsberg teilnahmen, fand am 28. und 29.April 1929 statt.

Ernst Böcherer wurde dann im Herbst 1932 für ein Jahr Vorstand des Vereins. 1933 löste ihn Wilhelm Trunkenbolz ab. Bei der Generalversammlung 1935 wurde berichtet, daß der Bau einer neuen Schießanlage dringend erforderlich sei, weil von den Steilhängen immer wieder Erdmassen abrutschten und die Schießbahnen verschütteten. Aus Geldmangel wurde jedoch zunächst nichts aus dem Vorhaben.
 
Im Jahr 1936 wurde wiederum Ernst Böcherer zum 1. Vorstand gewählt. 1937 konnte von Hermann Schillinger das Gelände am Brettenbach (jetzige Schreinerei Reinbold) gepachtet und dort mit dem Bau eines neuen Schützenhauses begonnen werden, das an Pfingsten 1938 mit einem großen Schützenfest eingeweiht wurde. Mit dem Erlös dieses Festes konnten die gesamten Kosten für die Erstellung des Schützenhauses voll beglichen werden.

Bis Ende 1954 fehlen jegliche Aufzeichnungen. Am 19. Dezember 1954 fand eine Versammlung statt, bei der sich zur Wiedergründung 44 Personen als Mitglieder eintragen ließen. Damals wurde Ernst Böcherer einstimmig zum Oberschützenmeister gewählt. Doch der Neubeginn war schwer. Das Schützenhaus war von der Besatzungsmacht in das Eigentum der Gemeinde übergegangen und musste von dieser käuflich erworben werden. Der Kaufpreis betrug DM 600,--.

Der Schießstand war in einem unbeschreiblich schlechten Zustand. So war zunächst an eine Aufnahme des Schießbetriebes nicht zu denken. Es wurde im Vereinslokal „zur Waldlust“ mit Luftgewehren geschossen und eine Abgabe zur Finanzierung der Instandsetzung der Schießanlagen erhoben.

Freiwillige Arbeitsleistungen der Mitglieder ermöglichten nach einer behördlichen Überprüfung die Freigabe der Kleinkaliberbahnen zunächst für das Schießen mit Luftgewehren. Erst am 28. Oktober 1956 konnte nach Erfüllung einiger Auflagen das Standeröffnungsschießen stattfinden.

In den folgenden Jahren wurde die Anlage laufend verbessert. Es wurden Anzeigedeckungen und neue Kugelfänge errichtet, das Schützenhaus instand gesetzt und ein Pistolenschießstand angebaut.

Da der Besitzer des Geländes, auf dem der Schießstand sich befand, dieses Grundstück verkaufte, war es erneut notwendig, die Schießanlage zu verlegen. Es war beabsichtigt, ein Grundstück käuflich zu erwerben. Hierzu war der Eintrag des Vereins in das Vereinsregister erforderlich. Dies wurde zusammen mit einer Satzungsänderung in der Generalversammlung am 18. April 1964 beschlossen. Ernst Böcherer wurde abermals zum Oberschützenmeister gewählt. Die Vorstandschaft bestand von nun an aus 9 Mitgliedern und zwar dem 1. Vorstand (Oberschützenmeister), dem 2. Vorstand (Schützenmeister), dem Schriftführer, Kassenwart, Sportwart, Jugendwart und 3 Beisitzern.

Bereits am 1. Mai 1964 erhielt der Verein nach mehrmaliger Vorsprache auf dem Rosenbauernhof die Zusage, ein Gelände für einen neuen Schießstand zur Verfügung zu stellen.

Der erste Spatenstich auf dem sumpfigen Gelände fand am 24. Juli 1964 statt. Nach zweistündiger Arbeit stieß man auf eine Quelle, die so reichlich floß, daß der Bedarf des Schützenhauses gedeckt sein sollte. Es wurden Bäume gefällt und Hecken weggeräumt. Die Firma Grafmüller stellte eine schwere Planierraupe zur Einebnung des Geländes zur Verfügung. Bei den weiteren Grabarbeiten wurden noch einige Quellen entdeckt, und man kam mit verschiedenen Angrenzern überein, ein gemeinsames Wasserreservoir zu bauen.
 
Bei der Generalversammlung am 17. April 1965 trat der langjährige Vorstand Ernst Böcherer aus gesundheitlichen Gründen zurück. Es wurde zunächst Erwin Bührer als Nachfolger gewählt. Da dieser die Wahl jedoch aus beruflichen Gründen nicht annahm, wurde ein zweiter Wahlgang nötig, bei dem Fritz Roser zum Oberschützenmeister gewählt wurde. Ernst Böcherer wurde die Würde des Ehrenoberschützenmeisters übertragen. Mit der Bauleitung wurde Erwin Bührer beauftragt.

Der Erbpachtvertrag mit dem Rosenbauernhof wurde am 17. Juni 1965 unterzeichnet. Am 6. Februar 1966 übernahm Erwin Bührer das Amt des Oberschützenmeisters. Mit der Planung für das neue Schützenhaus wurdeOtto Böcherer beauftragt.

In der Folgezeit wurde fleißig gearbeitet und Geldspenden gesammelt und so konnte am 17. Juni 1967 das Richtfest gefeiert werden. Es ist erstaunlich, was hier freiwillig, nicht nur von den Männern, sondern auch von den Frauen geleistet wurde. So konnte das Standeröffnungsschießen am 22. und 23. Mai 1971 stattfinden. Das gesteckte große Ziel war erreicht; Grund genug, das Ereignis würdig zu feiern.

Ab 1970 wurde jährlich das Pokalschießen der örtlichen Vereine durchgeführt, das sich allgemeiner Beliebtheit erfreute. Auch die sportlichen Erfolge des KKS Freiamt fanden fortan immer mehr Beachtung und Anerkennung. Waren doch fast jährlich Schützen aus Freiamt bei den Deutschen Meisterschaften vertreten.

In festlichem Rahmen wurde vom 28. bis 30. Mai 1977 das 50-jährige Bestehen des Vereins gefeiert. Die Generalversammlung am 25. Januar 1986 brachte nach langer Zeit wieder eine Änderung an der Spitze des Vereins. Erwin Bührer kandidierte nicht mehr als Oberschützenmeister. Ihn löste Peter Haas ab. Die Versammlung beschloß, Erwin Bührer zum Ehrenoberschützenmeister zu ernennen.

Auch in der Folgezeit ging den Mitgliedern die Arbeit nicht aus. Es mußte auf Anordnung der Aufsichtsbehörde neue Seitenblenden erstellt und andere Sicherheitsvorschriften erfüllt werden. Und bereits bei der General-versammlung am 24. Januar 1987 war man sich im Grunde einig, eine Luftgewehrhalle zu bauen. Einem schweren Unwetter, das am 8. Juli 1987 über Freiamt hinwegzog, fiel auch die Brücke über den Brettenbach zum Opfer. Um das Schützenhaus und die Nachbarhäuser wieder anfahren zu können, mußte eine Behelfsbrücke gebaut werden, die später durch eine massive Brücke ersetzt wurde. Der Verein mußte sich wie die anderen Anlieger an den Kosten beteiligen.

Am 21. Januar 1989 gab Peter Haas aus beruflichen Gründen sein Amt ab. An seiner Stelle wurde Otto Mack zum neuen Oberschützenmeister gewählt.

Nach vielen Beratungen wurden bei der Generalversammlung am 23. Januar 1993 die ersten von Rüdiger Kretschmer erstellten Baupläne für die Luftdruckhalle und die Erweiterung des Pistolenstandes den Mitgliedern vorgestellt. Eine Verwirklichung dieses Vorhabens war nur möglich bei Erhalt eines Zuschusses aus der Sportförderung und viel Eigenleistung. Erleichtert war man, als dann die Zusage für den Zuschuß kam. Auch die Eigenleistungen der Mitglieder wurden in vorbildlicher Weise, wenn auch oft nur von einer Handvoll Arbeitswilliger erbracht. Hinzu kamen noch Spenden, so auch von der Gemeinde, die dem Verein wie bei vorangegangenen Bauten Holz zur Verfügung stellte, das die Mitglieder im Wald selbst schlugen.

Mitten aus einer geselligen Veranstaltung mit einigen Vereinsmitgliedern wurde Otto Mack am 9. Januar 1997 vom Tode ereilt, was allgemein mit Bestürzung zur Kenntnis genommen wurde. So mußte die Generalversammlung am 22. Februar 1997 einen neuen Oberschützenmeister wählen. Rainer Spöri erklärte sich bereit, dieses Amt zu übernehmen.

Am 30./31. Mai 1998 konnte die neue Schießhalle und die Erweiterung des Pistolenstandes feierlich eröffnet werden. In der Halle können jetzt gleichzeitig 15 Schützen trainieren oder sich in Wettkämpfen messen, während der Pistolenstand künftig für 10 Schützen Platz bietet.
 
Bei der Jahreshauptversammlung im Januar 2001 wurde Thomas Holzer zum neuen Oberschützenmeister gewählt.

Im Oktober 2007 verzog Thomas Holzer aus beruflichen Gründen ins Saarland und legte daher sein Amt nieder. Bis zur nächsten Generalversammlung leitete Helmut Haas kommissarisch den Verein.

Am 16. Februar 2008 wurde Helmut Haas zum Oberschützenmeister gewählt. Sein Nachfolger als 2. Vorstand wurde Werner Gerber.

Nach langen Überlegungen wurde im Jahr 2009 entschieden, die alte Ölheizung durch eine moderne Hackschnitzelheizung zu ersetzen. Da für Heizraum und Hackschnitzelbunker viel Platz benötigt wurde, beschloss man, dieses unterirdisch vor dem Schützenhaus zu bauen. Durch den nun frei werdenden alten Heizraum wurde Platz für ein größeres Damen-WC geschaffen. Auch das Herren-WC wurde grundlegend saniert.
 
Nach einem halben Jahr Bauzeit wurden bei einem Frühlingsfest am 28.03.2010 die Neuerungen der Bevölkerung vorgestellt.